Currypulver für die indische Küche

Currypulver ist eine Gewürzmischung, die speziell in der indischen Küche Anwendung findet. Eine festgelegte Zusammensetzung dieser Mischung gibt es nicht, weshalb Currypulver in vielen, insbesondere indischen Haushalten auch gern selbst hergestellt wird und in Schärfe sowie Geschmack variiert.

Verschiedene indische Gewürzzubereitungen
Abbildung: Auf einem indischen Basar gibt es verschiedenste Curry-Gewürzzubereitungen. © Mariusz Prusaczyk – Fotolia.com

Hauptbestandteile von Curry

Curry hat trotz der individuellen Zusammensetzung bestimmte Gewürze, die am häufigsten für die Mischung verwendet werden, dazu gehören:

Ebenso Zimt, Senfkörner, Paprika, Piment und Muskatnuss können unter anderem den Geschmack eines Currypulvers ausmachen.

Gelber Farbton durch Kurkuma

Die typisch gelbe Farbe von Curry verleiht übrigens das Gewürz Kurkuma, weshalb dieses in sicherlich jeder Currymischung zu finden ist. Die Curcumawurzel („Gelbwurzel“) ist eine Pflanze, die auch als Gelber Ingwer bezeichnet wird, aus Südasien stammt und mild würzig schmeckt. In Indien ist Kurkuma ein fester Bestandteil der Gewürzmischung, auch wenn diese meist aus bis zu 60 Kräutern, Samenkörnern und Gewürzen besteht – wesentlich mehr als das Currypulver hierzulande, welches oft nur bis zu 15 Würzelemente beinhaltet. Ursache dafür ist die Anpassung des Gewürzes an den europäischen Geschmack. Denn als die Engländer im 18. Jahrhundert das Currypulver in den europäischen Raum brachten, waren viele Menschen von dem exotischen Geschmack der indischen Gewürzzubereitung (Masala) überfordert. Übrigens gibt es ebenso spezielles Madras-Currypulver, dieses besitzt einen hohen Anteil Chilipulver und ist deswegen besonders scharf.

Anwendung

Currypulver ist eine ausgewogene Mischung aus feurig-scharfem und süßlichem Aroma. Dieses entfaltet sich am besten, wenn das Currypulver in (am besten neutral schmeckendem) Öl erhitzt wird und erst danach dem jeweiligen Gericht zugefügt wird. Aber Achtung: nicht anbrennen lassen, sonst schmeckt es bitter! Klassisch passt Curry am besten zu Reis und Lamm- sowie Hühnerfleisch. In Deutschland ist die Kombination von Bratwurst und einer Sauce aus Currypulver besonders beliebt, weshalb die Currywurst schon fast einen Kultstatus erreicht hat. Kein Wunder also, dass bereits Wettbewerbe bzw. Wettessen veranstaltet werden, bei denen die schärfsten Currymischungen der Welt verspeist werden. Darüber hinaus wird dem Curry eine heilende Wirkung nachgesagt, es soll entzündungshemmend sowie antioxidativ sein und sogar das Wachstum von Tumoren (Krebs) hemmen.

Namensursprung Curry

Das Wort Curry wird meistens synonym für das gleichnamige Gericht verwendet. In Deutschland meint der Großteil der Menschen das Gewürz, wenn sie von Curry sprechen. In den meisten anderen Ländern ist es aber als Curry Powder bekannt. Woher genau die Bezeichnung Curry stammt, konnte bisher nicht eindeutig geklärt werden. Wahrscheinlich handelt es sich um eine in der englischen Kolonialzeit entstandenen Vermischung indischer Bezeichnungen von Gemüsegerichten (Turkari/Kuddy).

Die Kommentarfunktion ist geschlossen.