Lieblich süße Vanille

Vanille-ShakeSüß und verführerisch – so empfinden die meisten Menschen den Geschmack der Vanille. Nicht ohne Grund wird sie in verschiedenen Quellen als „Königin der Gewürze“ betitelt. Blickt man in der Geschichte etwas zurück, sind auch hier nur schmeichelhafte Worte für dieses Gewürz zu finden. Die Griechen tauften die Vanille zum „Nektar der Götter“. Das Gewürz ist heute weit in der Gesellschaft verbreitet und Lebensmitteln wird mit echter sowie künstlicher Vanille-Geschmack verliehen.

Abbildung: Rezept-Tipp – den Vanille-Shake mit echter Vanille verfeinern! © ExQuisine – Fotolia.com

Verbreitung in der Gesellschaft

Vanille wird als Aromastoff für viele Backwaren, Süßspeisen, Bonbons und Liköre verwendet. Ebenso in Schokolade ist das liebliche Gewürz eine der elementaren Zutaten. Aber auch Kosmetik- und Pharmaindustrie profitieren von der Vanille. Diese wird z. B. zur beruhigenden Aromatherapie eingesetzt und kann bei gereiztem Magen helfen. Vanille kann außerdem zur Neutralisation scharfer oder saurer Speisen verwendet werden.

Orchideenart Vanille

Der lateinische Name der Vanille-Pflanze lautet Vanilla planifolia, sie gehört zur Familie der Orchideen. Die Vanille ist eine kräftige Schlingpflanze mit unauffälligen Blüten und langen Schoten als Früchte – in diesen befinden sich zahlreiche kleine Samen, die vom Wind verbreitet werden.

Herstellungsprozess: Echte Vanille

Die Welternte dieses Gewürzes kann den jährlichen Bedarf nicht decken. Dazu kommt die hoch aufwendige Kultivierung sowie Fermentierung, was die echte Vanille zu einem teuren Gewürz macht. Der Anbau ist insofern schwierig, dass die Bestäubung von Hand vorgenommen werden muss. Denn in Mexiko, der eigentlichen Heimat dieser Orchideenart, wurden die Samen von Bienen- und Kolibriarten verbreitet, die jedoch nicht in allen Ländern beheimatet sind. Am Ende eines aufwendigen Aufbereitungsprozesses ergeben die Schoten ca. 1,5 bis 3 Prozent Vanillin.

Künstliche Vanille

Künstliche Vanille kommt an das liebliche Aroma echter Vanille nicht heran, wird aber trotzdem gern zum Würzen verwendet. Gewonnen wird diese künstliche Variante aus Bestandteilen von Nelkenöl, man erkennt künstlichen Vanillinzucker an den fehlenden schwarzen Pünktchen.

Verschiedene Arten

Es gibt verschiedene Sorten der Vanille, z. B. die Vanilla Planifolia. Diese ist aus Madagaskar und vielmehr unter dem Namen Bourbon-Vanille bekannt. Beliebt und sehr gefragt ist außerdem die Tahiti-Vanille, denn sie zeichnet sich durch einen hervorragenden, vollmundigen Vanille-Geschmack aus. Die Schoten dieser Orchideenart sind meist dicker und ledriger als die Hülsen der klassischen Variante dieses Gewürzes.

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