Koriander – Gewürz mit jahrhundertelanger Tradition

Zu den ältesten Gewürze gehört der Koriander als Heil- und Opferpflanze, die angeblich sogar im Grab des Tutenchamuns (1323 v. Chr.) gefunden wurde. Selbst in der Bibel wird dieses Gewürz erwähnt. Noch heute wird Koriander im Kräutergarten angebaut und als vielseitiges Gewürz verwendet.

Geschichte des Korianders

Die Geschichte des Korianders hat viele Verzweigungen in unterschiedlichen Ländern. Den Gräbern der Pharaonen wurden Samen des Korianders beigelegt, in den Kochbüchern der Römer gab es viele verschiedene Rezepte mit diesem Gewürz und auch Wein wurde von Römern sowie Griechen mit Koriander abgeschmeckt. Im Mittelalter konnte die Verwendung nicht unterschiedlicher sein: zum einen wurde das Gewürz als Stimulanzmittel verwendet, zum anderen zur Bekämpfung von Flöhen und Läusen. In China wurde Koriander dagegen mit Unsterblichkeit verbunden.

Das Ursprungsland des Korianders ist übrigens Vorderasien, das Gewürz verbreitete sich jedoch schnell im Mittelmeerraum und wurde von den Römern nach Mitteleuropa gebracht. Durch die Spanier fand zudem eine Verbreitung nach Lateinamerika statt, wo es bis heute gern beim Kochen verwendet wird.

Gesundheit und Koriander

Die zahlreichen ätherischen Öle im Koriander verleihen ihm eine gesundheitsfördernde Wirkung. Magen- und Darmbeschwerden können zum Beispiel gelindert werden. Außerdem wirkt sich das Gewürz beruhigend auf die Nerven aus und hat eine antibakterielle Wirkung.
Kleiner Tipp: Einige zerstoßene Samen mit kochendem Wasser übergießen – das kann bei Magenkrämpfen helfen.

Lebkuchengewürz und indische Küche

Guacamole mit Koriander

Korianderblätter und –samen haben einen sehr unterschiedlichen Geschmack. Frische Blätter riechen eher unangenehm, weshalb der Koriander auch den Beinamen „Wanzenkraut“ trägt, aber sie schmecken dafür sehr würzig. Werden die Samen der Pflanze gemahlen, ergibt das dagegen ein süßes Aroma, welches eine Nuance von Orangen trägt. Deswegen eignen sich die Samen bestens für Lebkuchen und anderes Weihnachtsgebäck oder als Kaffee-Gewürz. Übrigens schmeckt es besonders gut, wenn die Samen vor dem Mahlen leicht angeröstet werden. Die frischen Blätter veredeln den Geschmack von Suppen, Fisch, Geflügel, Lamm und Salaten.

Weiterhin ist Koriander fest mit der indischen Küche verbunden, denn Blätter sowie Samen sind typische Bestandteile von Curry-Gewürzmischungen. Traditionelle indische Fleisch- und Gemüsegerichte werden sehr oft mit dem getrockneten Grün gewürzt.

Abbildung: Mit Korinader kann man eine besonders leckere Guacamole zaubern. © Funwithfood – Istockphoto.com

Koriander im Kräutergarten

Koriander kann problemlos im heimischen Kräutergarten angepflanzt werden. Dabei handelt es sich um ein einjähriges, winterhartes Gewächs. Am besten eignet sich für das Wachstum im Garten ein sonniger Platz sowie sandiger, kalkhaltiger Boden. Koriandersamen schmecken aber erst süß und würzig, wenn sie eine gewisse Zeit gut verschlossen gelagert werden.

Koriander kann auch giftig sein

Es gibt jedoch auch giftige Arten des Korianders, deswegen sollte dieses Gewächs nur selbst gesammelt werden, wenn man sich wirklich auskennt. Zudem sollten nicht zu viele Blätter der Pflanze verspeist werden, denn das wirkt euphorisierend und ähnlich wie Alkohol. Auf diese Wirkung kann im schlimmsten Fall eine Depression folgen.

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