Kurkuma – Heilmittel und Gewürz der ayurvedischen Küche

Kurkuma gehört zu den Ingwergewächsen, besteht ebenso aus einer Wurzelknolle und wird oft als Gelbwurz bezeichnet. Jedoch ist die Wurzel hierzulande eher selten erhältlich. Vielmehr gibt es Kurkuma in Pulverform oder als Bestandteil von Curry und anderen Gewürzen. Die Pflanze hat ihren Ursprung in Indien und Südasien. Hauptproduzent ist dabei Indien: ca. 80 Prozent des Weltbedarfes an Kurkuma werden durch dieses Land gedeckt.

Kurkuma WurzelnGeschmack von Kurkuma

Schärfe und eine leichte Bitterkeit sind typisch für Kurkuma. Das Gewürz passt hervorragend zu Fleisch sowie Fisch. In Senf wird das Gewürz gern wegen seiner intensiven Farbe zugesetzt. Ebenso Süßspeisen kann mit Kurkuma ein besonderer Geschmack verliehen werden. Die Knolle ist auch als „Indischer Safran“ bekannt und färbt die zubereiteten Speisen mit einem warmen, gelblichen Farbton. Jedoch sollte man den starken Eigengeschmack des Kurkumas nicht unterschätzen.

Abbildung: Kurkuma als Wurzel.                   © FotografiaBasica – Istockphoto.com

Ayurvedische Küche

Kurkuma ist ein typisches Gewürz der ayurvedischen Küche. Ayurveda ist eine indische Heilkunst, die bereits seit Jahrhunderten existiert. Entsprechend der Annahmen dieser Tradition geht man beim Kochen von verschiedenen Lebensenergien, den so genannten Doshas, aus. Je nachdem welchem Dosha eine Person zugeordnet werden kann, empfehlen sich bestimmte Speisen bzw. Gewürze, um das Wohlbefinden zu steigern. Es gibt den Pitta-, Kapha- sowie den Vata-Typ, manche Menschen sind auch Misch-Typen. Kurkuma gehört zum Pitta-Typ und sollte, neben Kardamom und Koriander, möglichst täglich verwendet werden – so entspricht es zumindest den Empfehlungen der ayurvedischen Küche.

Hilfe bei der Verdauung und bei Rheuma

Kurkuma als gelbes PulverKurkuma wird oft als indisches Naturheilmittel bezeichnet, denn es kann unter anderem bei Verdauungsbeschwerden, Fieber, Infektionen und sogar bei Rheuma helfen. Weiterhin wird der Knolle eine fettverbrennende Wirkung nachgesagt. Bei der Verdauung kann Kurkuma – dank ätherischer Öle – Schmerzen, Völlegefühl sowie Blähungen lindern. Außerdem empfiehlt die Weltgesundheitsorganisation (WHO) das Gewürz gegen Rheuma. Das in der Gelbwurzel enthaltende Curcumin kann dabei die Herstellung der Stoffe hemmen, die für die Entzündungen im Körper zuständig sind. Morgensteifigkeit, Gelenkschwellungen und andere Beschwerden können dadurch verbessert werden. Curcumin kann sogar synthetisch hergestellt werden.

Abbildung: Kurkuma in Pulverform. © RUSSELLTATEdotCOM – Istockphoto.com

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