Pfeffer – klassisch und beliebt für zahlreiche Speisen

Pfeffer ist neben Salz eines der beliebtesten Gewürze überhaupt. Zahlreiche Speisen können schon mit einer Prise Pfeffer verfeinert werden und bekommen einen leicht scharfen Geschmack. Pfefferkörner sind getrocknete Pflanzenbestandteile und es gibt sie in weiß, schwarz, grün und rot.

Pfeffer in verschiedenen Farben

Pfefferkörner gibt es in unterschiedlichen Farben. ©FerhatMatt – Istockphoto.com

Die Pfefferpflanze: Piper nigrum

Piper nigrum, wie die lateinische Bezeichnung der Pfefferpflanze lautet, ist eine immergrüne, mehrjährige Kletterpflanze, die an Bäumen oder Rankhilfen bis zu 10 Meter hoch werden kann. Für den Anbau wird die Höhe der Pflanze auf 5 Meter und weniger begrenzt. Charakteristisch für die Pflanze sind ihre großen, herzförmigen Blätter sowie die winzigen Blüten an den langen Ähren. An den Ähren wachsen auch die vielen Beeren, aus denen je nach Erntezeit verschiedene Pfefferarten gewonnen werden.

Unreife Früchte der Pfefferpflanze

Bei grünem und schwarzem Pfeffer handelt es sich um unreife, getrocknete Früchte der Pfefferpflanze. Bei weißem Pfeffer handelt es sich dagegen um rote, reife Beeren, die so lange in Wasser aufgeweicht werden bis sich ihre Schale ablöst. Anschließend werden auch diese Beeren getrocknet. Weißer Pfeffer ist zwar weniger aromatisch als grüner oder schwarzer, dafür aber wesentlich schärfer. Rote Pfefferkörner sind seltener, sie ähneln schwarzem Pfeffer in Schärfe und Aroma, schmecken aber zusätzlich leicht süß.

Piperin und Glückshormone

Pfeffer enthält Piperin, dieser Bestandteil sorgt für die Schärfe. Durch den leichten Schmerzreiz, den Schärfe verursacht, schüttet der Körper Glückshormone aus. Nach demselben Prinzip wirkt das Capsaicin in Chilis, weshalb es durchaus gesund ist ab und zu einmal scharf zu essen. Pfeffer regt zudem Durchblutung, Verdauung sowie Appetit an und kann gegen rheumatische Schmerzen und Krämpfe helfen. Weiterhin wirkt das Gewürz aphrodisierend und hemmt das Wachstum von Bakterien. Wer es gern besonders scharf mag, kann zu Cayennepfeffer aus gemahlenen Chilis greifen.

Anbaugebiete

Am häufigsten wird in Deutschland schwarzer Pfeffer zum Kochen und Würzen verwendet, dieser ist auch unter der Bezeichnung „echter Pfeffer“ bekannt. Ursprünglich stammt schwarzer Pfeffer aus Südindien, er wird heute aber in vielen tropischen Regionen angebaut. Der Piper nigrum hat als Gewürz eine lange Tradition und weißer sowie schwarzer Pfeffer waren bereits in der Antike unter dem Namen „schwarzes Gold“ (Salz als weißes Gold) bekannt. Jedoch war damals noch der lange Pfeffer am beliebtesten und erzielte die höchsten Preise. Erst mit der Zeit verdrängte der schwarze die zuvor geschätzten Pfefferarten.

Die Pfeffermühle

Im gemahlenen Zustand verliert Pfeffer schnell den Großteil seines Aromas, da er aus flüchtigen ätherischen Ölen besteht. Es empfiehlt sich deswegen die ganzen Pfefferkörner in einer Pfeffermühle aufzubewahren und frisch gemahlenen Pfeffer zum Würzen zu verwenden – so bleibt das typische Aroma erhalten.

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